Mykoplasmose bei Farbratten: Symptome & Behandlung

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Deine Ratte hatte in den letzten Tagen vermehrt Erkältungssymptome gezeigt, ab und zu waren auch Atemgeräusche zu hören. Selbstverständlich hast du nichts auf die lange Bank geschoben und sofort einen Termin bei deinem Tierarzt ausgemacht. Er hat hoffentlich viel Erfahrung mit Farbratten und ist, was leider nicht bei allen Tierärzten der Fall ist, in der Lage Erkrankungen wie Mykoplasmeninfektionen sicher zu diagnostizieren. Er kennt deine Tiere und du kannst ihn jederzeit kontaktieren, wenn es Probleme gibt.

Seine Diagnose: Mykoplasmose! Du bist entsetzt, traurig, ja fast schon etwas verzweifelt! Dein kleiner Schatz! Diese unheilbare, schlimme Krankheit! Woher nur? Warum? Aber noch hat deine Farbratte gute Chancen ein schönes Rattenleben zu führen! Du bist rechtzeitig zum Tierarzt gegangen, wirst die mitgegebenen Medikamente regelmäßig verabreichen und deinen kleinen Freund jetzt noch genauer im Auge behalten, um auch wirklich jede Veränderung gleich zu bemerken.

Mit ziemlicher Sicherheit trug deine Ratte die Mykoplasmen bereits in sich, als sie zu Dir kam. Fast alle Ratten erwerben die Mykoplasmose bereits vor der Geburt noch im Mutterleib (intrauterin), kurz danach oder durch Aerosole in Form einer Tröpfcheninfektion.1) Jetzt ist die Krankheit ausgebrochen und es gilt sie in Schach zu halten. Doch was hat es mit der Mykoplasmose bei Farbratten eigentlich auf sich? Dies wollen wir in diesem Artikel einmal näher betrachten.

Was du in diesem Artikel lernst:

  • Wir erklären dir, was Mykoplasmose bei Farbratten ist und was Mykoplasmen überhaupt sind.
  • Wir zeigen dir die Symptome einer Mykoplasmeninfektion.
  • Wir erklären dir wie man Mykoplasmen bei Farbratten feststellen kann und welche Testverfahren es gibt.
  • Wir überlegen, ob Mykoplasmose bei Farbratten ansteckend ist und ob sich auch der Mensch anstecken kann.
  • Wir zeigen dir wie man Mykoplasmose bei Farbratten behandelt, welche Antibiotika dabei zum Einsatz kommen und gehen der Frage nach, ob ein Impfstoff zur Verfügung steht.

Was versteht man unter Mykoplasmose und Mykoplasmen?

Mykoplasmen sind die kleinsten Bakterien, die sich noch selbständig vermehren können. Sie gehören zur Klasse der Mollicutes (= der Weichhäutigen)2) und besitzen im Gegensatz zu allen anderen Bakterien keine Zellwand oder Mureinschicht. Diese zellwandlosen Bakterien haben ein vergleichsweise kleines Genom (Gesamtheit aller Gene). Viele Antibiotika, die an der Zellwand ansetzen (wie z. B. Penicillin), töten Bakterien, indem sie die Zellwand schwächen. Weil Mykoplasmen keine Zellwände besitzen, können sie auch nicht von allen Antibiotika abgetötet werden.3)

Mykoplasmen sind von vielgestaltiger (plemorpher), veränderlicher, bläschenförmiger Gestalt und leben aerob (wachsen am besten unter Sauerstoff) bis fakultativ anaerob (kommen für eine gewisse Zeit auch ohne Sauerstoff aus).4) Aufgrund ihrer geringen Größe und ihrer veränderlichen Gestalt können sie im ganzen Körper umherwandern und sich praktisch auch überall ansiedeln.

Die Mykoplasmose bei unseren Farbratten wird durch den Erreger Mycoplasma pulmonis ausgelöst. Es handelt sich um eine Erkrankung der oberen Atemwege. Fast alle Ratten tragen den Erreger in sich, doch meist bricht die Krankheit erst im Alter aus. Abhängig ist dies hauptsächlich vom Zustand des Immunsystems.5)

Der Erreger Mycoplasma pulmonis kann auch den Urogenitaltrakt der Ratten befallen. Dies kann zu Unfruchtbarkeit, Infektion der Welpen, niedrigem Geburtsgewicht, einer Resorption der Föten und auch zu Totgeburten führen.6) Eine Mykoplasmeninfektion des Urogenitaltrakts verläuft im Normalfall aber weitaus weniger dramatisch als die der oberen Atemwege und wird häufig gar nicht bemerkt.


Welche Symptome treten bei einer Mykoplasmose auf?

Bei einer Mykoplasmeninfektion siedelt sich der Erreger Mycoplasma pulmonis normalerweise im Nasenrachenraum und im Mittelohr der Farbratte an. Überwiegend ist die luminale (innere) Oberfläche des Epithels der Atemwege betroffen. Unter idealen Bedingungen verläuft die Erkrankung zunächst kommensalisch, d. h. dem befallenen Tier entstehen hierdurch keine Nachteile und es zeigt auch keinerlei klinische Symptome.

Nachdem sich die Mykoplasmen in den Atemwegen festgesetzt haben, produzieren sie als Abfallprodukt des Glycerolstoffwechsels Wasserstoffperoxid. Das führt zur Schädigung des Gewebes. Aus diesem Grund beginnen dann die für die Produktion von Lymphozyten zuständigen Zellen im Lymphgewebe zu wachsen. Die Folge ist eine chronische Entzündung der Atemwege. Die Krankheit selbst bricht dann meistens in einem Alter von 1 bis 1,5 Jahren aus. 7)

Mykoplasmose bei Farbratten
Ratte niest

Zu Beginn der Erkrankung niest und schnüffelt die Ratte. Zeitweise kann dies zu regelrechten Niesanfällen ausarten. Im weiteren Verlauf kommt meist wässriger Nasenausfluss hinzu. 8) Wenn du diese Symptome bemerkst, dann solltest du baldmöglichst einen Termin bei deinem Tierarzt vereinbaren, denn in diesem Stadium ist die Krankheit noch relativ gut in den Griff zu bekommen. Später greift der Erreger die Bronchien und die Lungen an. Die Farbratte beginnt unter Atemnot zu leiden. 9) Es sind jetzt deutlich rasselnde Atemgeräusche zu hören. Der kleine Nager ist nicht mehr so aktiv wie früher. Er isst weniger, verliert an Gewicht. Das früher so schön glänzende Fell ist struppig geworden.

Jetzt kann es auch vorkommen, dass die Ratte mit einem rötlichen Sekret verklebte Augen hat und/oder ihr Fell aufgeplustert ist. Bei dem Sekret handelt es sich nicht, wie oft fälschlich angenommen, um Blut, sondern um eine Absonderung aus den Harderschen Drüsen. Es wird hauptsächlich in Stresssituationen abgegeben. Diese Drüsen befinden sich im Bindehautsack und sind eine zusätzliche Tränendrüse.
Es kann auch zu einer Schiefhaltung des Kopfes kommen. Sie wird durch eine Mittelohrentzündung (Otitis media) hervorgerufen. Ist auch das Gleichgewichtsorgan in Mitleidenschaft gezogen, dann kommen Bewegungsstörungen hinzu.

In diesem Stadium der Mykoplasmeninfektion sind die Atemwege bereits chronisch entzündet. Dies beinhaltet Krankheiten wie den Schnupfen (Rhinitis), die bereits erwähnte, Mittelohrentzündung (Otitis media) und Entzündungen der Luftröhre (Tracheitis). Eine Bronchitis führt in vielen Fällen zu einer Ausweitung der Bronchien (Bronchiektasie). In der Lunge bilden sich Abszesse, die Lungenbläschen sind entzündet (Alveolitis).10) Ist die Ratte bereits so schwer erkrankt, kann ihr leider fast nicht mehr geholfen werden. Sie leidet jetzt unter schwerer Atemnot und Erstickungsanfällen. Die Medikamente, welche bis vor kurzem noch Erleichterung brachten, helfen nicht mehr und du stehst jetzt vor der unendlich schweren Entscheidung, ob die Euthanasie nicht das Beste für deinen kleinen Freund wäre….


Wie kann man Mykoplasmen bei Farbratten feststellen

Es ist sehr schwer, Mykoplasmose bei Farbratten direkt zu diagnostizieren. In den meisten Fällen geht der Tierarzt vom klinischen Bild der Atemwegserkrankung aus, d. h. er stellt seine Diagnose anhand der Symptome und des Krankheitsverlaufs. Ein Abstrich aus der Nasenschleimhaut ist zwar möglich, er ist allerdings sehr aufwändig, muss, um die Isolationsrate zu erhöhen, mehrmals wiederholt werden 11) und er ist für das erkrankte Tier eine nicht zu unterschätzende Belastung.

Neben den Mykoplasmen, können auch die meisten anderen Erreger bei Farbratten nicht genau festgestellt werden. Ein Antibiogramm (bakteriologische Untersuchung) ist in niedergelassenen Tierarztpraxen nicht immer möglich bzw. bei Kleinsäugern auch gar nicht üblich. Es fehlt in den meisten Fällen auch ganz einfach die Bereitschaft, diese durchzuführen. So wird dein Tierarzt also letztendlich, mehr oder weniger, anhand einer Verdachtsdiagnose und mit Hilfe seiner Erfahrung, versuchen ein Antibiotikum zu finden, welches schließlich anschlägt. 12) Unter Laborbedingungen kann eine Mykoplasmeninfektion über einen Antikörpernachweis im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten (z. B. Sekreten aus dem Bereich der Atemwege) diagnostiziert werden.

In dem sog. ELISA-Test (Enzyme-linked Immunsorbent Assay) können anhand einer enzymatischen Farbreaktion zwar nicht die Bakterien selbst aber die entsprechenden Antikörper nachgewiesen werden13). Subklinische Infektionen (d. h. Infektionen, bei denen sich der Erreger zwar im Körper festgesetzt hat, aber keinen Gewebeschaden und damit keine Krankheitssymptome verursacht 14)) sind mit diesem Testverfahren allerdings häufig nicht nachweisbar.

Eine weitere Diagnosemöglichkeit ist das PCR-Assay (Polymerese Chain Reaction Assay). Dieses Testverfahren ist jedoch sehr arbeits- und zeitaufwändig. Um den PCR-Test durchzuführen, müssen zunächst Mykoplasmenkulturen im Reagenzglas isoliert werden. Dabei kann es leicht zu bakteriellen Verunreinigungen kommen. Ganz allgemein sind zellwandlose Bakterien wie die Mykoplasmen erheblich schwerer zu kultivieren, da sie einen anderen Stoffwechsel als Bakterien mit Zellwänden besitzen.

Beim PCR-Test werden die DNA oder RNA des Bakteriums im Blut bzw. Gewebe der Ratte nachgewiesen. In der Regel wird ein PCR-Test erst durchgeführt, wenn das Tier bereits verstorben ist.15) Die Entnahme von Blut- bzw. Gewebeproben bei so kleinen Tieren, wie unseren Farbratten, ist am lebenden Tier oft sehr schwierig oder gar unmöglich.

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Ist eine Mykoplasmose bei Farbratten ansteckend

Atemwegserkrankungen sind neben Tumoren die häufigsten Krankheitsbilder unserer Farbratten. Fast immer handelt es sich um CRD (Chronic Respiratory Disease) und der Leitkeim, also der wichtigste und meist auch der häufigste Erreger, ist Mycoplasma pulmonis. Mykoplasmose ist hochgradig ansteckend. Da es sich bei Mycoplasma pulmonis um ein wirtsspezifisches Bakterium handelt, erkranken allerdings auch nur Tiere aus der Familie der Mäuseartigen (Muroidea) zu denen auch Wanderratten, die wilden Vorfahren unserer Farbratten, gehören.

Mykoplasmen besitzen, wie bereits erwähnt, keine Zellwand. Dies macht sie, außerhalb ihres Wirts sehr empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen, sie können schnell austrocknen und sind nicht lange überlebensfähig. Obwohl Mykoplasmen wirtsspezifisch sind, konnte auch ein unspezifischer Befall mit Mycoplasma pulmonis beim Menschen nachgewiesen werden. Man kann also annehmen, dass eine Übertragung auch durch den Menschen möglich ist. Es ist allerdings nicht bekannt, dass die Infektion jemals beim Menschen ausgebrochen ist und man weiß auch nicht wie lange das Bakterium im menschlichen Organismus überhaupt überleben kann. 16)

Indirekt kann der Mensch aber auf jeden Fall den Erreger auf die Ratte übertragen, beispielsweise durch ungewaschene Hände oder durch infizierte Kleidung. Auch wenn die Mykoplasmen von Mensch und Ratte gewisse Gemeinsamkeiten haben, sind die Unterschiede doch groß genug, dass eine Übertragung vom Menschen auf die Ratte oder umgekehrt nicht möglich ist. 17)

So gibt es zwar auch beim Menschen Atemwegserkrankungen, deren Erreger Mykopolasmen sind. Hier handelt es sich dann aber nicht um Mycoplasma pulmonis sondern um Mycoplasma pneumoniae, dem wichtigsten Erreger der sog. „atypischen Pneumonie“.18) (Lungenentzündung). Ähnlich verhält es sich bei einem Mykoplasmenbefall des Urogenitaltrakts. Während bei den Farbratten Mykoplasma pulmonis der Auslöser ist, sind die für den Menschen relevanten Erreger Mycoplasma hominis und Ureaplasma urealyticum. Auch sie sind wirtsspezifisch und werden von Mensch zu Mensch hauptsächlich beim Geschlechtsverkehr übertragen. 19)


Behandlung von Mycoplasmose bei Farbratten

Was du tun kannst, um einen Ausbruch der Mykoplasmose zu verhindern? Ist eine Mykoplasmose erst einmal ausgebrochen, dann wird dein Nager bis zu seinem Lebensende damit zu kämpfen haben. Ja, im schlimmsten Fall kann er sogar daran sterben. Vorbeugung ist also hier im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend – oder zumindest lebensverlängernd. Da es sich bei der Mykoplasmose unserer Farbratten um eine Faktorenkrankheit handelt, kommt es erst durch eine Störung des Immunsystems zu einem Ausbruch. Du solltest daher zunächst einmal alles daran setzen, auslösende Faktoren zu vermeiden. Eine optimale Haltung ist hierfür die beste Voraussetzung.

Ständiger Stress ist eine nicht zu unterschätzende Belastung für das Immunsystem. Stress kann durch einen zu kleinen Käfig bzw. zu viele Ratten auf engem Raum ausgelöst werden. Auch andauernde Streitereien innerhalb der Gruppe wirken sich negativ aus. Hier kann es hilfreich sein, das Rudel in zwei Gruppen aufzuteilen. Es gibt eben nicht nur bei den Menschen Sympathien und Antipathien…. Ein ruhiger Käfigstandort, relativ stabile Temperaturen und genügend Rückzugsmöglichkeiten sollten eigentlich selbstverständlich sein. Ratten sind Gewohnheitstiere. Häufige Transporte und Ortswechsel belasten ihren Organismus.

Immens wichtig ist es, eine hohe Ammoniakkonzentration im Käfig zu vermeiden. Ammoniak entsteht, wenn Bakterien den Urin zersetzen. Du solltest also feuchte Einstreu in den „Pinkelecken“ immer sofort entfernen bzw. durch trockene ersetzen. Auch eine ständige Luftzirkulation (kein Luftzug!!!) vermeidet, dass sich die Luft im Käfig zu sehr mit Ammoniak anreichert. Aus diesem Grund gehören Ratten in kein Aquarium und in kein Terrarium. Selbst eine teilweise Plexiglasverglasung des Käfigs schadet den Farbratten. Hier dürfen die Optik oder mal eine kleine Verunreinigung neben dem Käfig nicht wichtiger sein als das Wohl der Tiere!

Selbstverständlich musst du auf eine gesunde und hochwertige Ernährung achten. Ratten sind, wie wir Menschen, Allesfresser. Wie bei uns auch, sollten frisches Obst und Gemüse ganz oben auf dem Speiseplan stehen und tierische Produkte am besten ganz vermieden werden.

Wenn du jetzt noch auf eine staubarme Einstreu achtest, dann hast du schon viel für deine Nager getan. Leider findet man immer noch in vielen Käfigen die handelsübliche Kleintierstreu. Sie wird aus harzführendem Fichtenholz hergestellt. Diese Streu hat zwar einen angenehmen Geruch und ist kostengünstig, das Harz reizt allerdings die Lungen und die Streu ist relativ staubig. Deutlich besser sind hier Hanfeinstreu* oder Leinstreu*, Altromin, Strohpelletts, oder Zeitungspapier. Auch Hanfmatten* sind sehr gut geeignet.

Hanfmatte für Ratten
Hanfmatte für Ratten

Womit du den Organismus bei Atemwegserkrankungen unterstützen kannst

Vorbeugend, aber natürlich auch nach Ausbruch der Mykoplasmose, haben sich Echinacea D6 Globuli* bzw. zerstoßene Tabletten, über das Trinkwasser verabreicht, bzw. Echinacea-Saft (Junior) und Kurkuma (Gelbwurzel), eine Prise ins Futter geben, bewährt. Wenn du Globuli in Wasser auflöst, musst du darauf achten, dass der Napf nicht aus Metall besteht. Echinacea und Gelbwurzel harmonieren sehr gut miteinander und stärken das Immunsystem. Wenn es dein Tierarzt nicht anders verordnet, dann solltest du nach einer Woche für zwei bis drei Wochen pausieren, da es sonst zu einer Überreizung bzw. Unterdrückung des Immunsystems kommen kann.

Grapefruitkernextrakt* wird aus zermahlenen Grapefruitkernen und der Schale der Frucht hergestellt. Es kann bei Infektionen eingesetzt werden – egal ob durch Bakterien, Viren oder Pilze verursacht. Bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens kannst du eine Prise davon über das Essen oder in das Trinkwasser geben. Achtung! Schmeckt sehr bitter, deshalb die Tropfen erst verdünnen. Wegen des Blausäuregehalts bitte keine Kerne direkt verfüttern!

Zu trockene Luft schadet den Atemwegen von Mensch und Tier. Besonders wenn die Atemwege deiner Farbratte bereits angegriffen sind, ist hier Abhilfe zu schaffen. Schon eine mit Wasser gefüllte Schale, neben dem Käfig platziert, kann hilfreich sein, oder du nimmst deinen Nager in der Transportbox mit ins Badezimmer und lässt sie den warmen Dampf der Dusche einatmen. Vorsicht! Stress vermeiden! 19)


Inhalieren leicht gemacht

Pari Boy Compact
Pari Boy Compact

Nachdem Ratten ja immer wieder mit Atemwegsproblemen zu kämpfen haben, schaffte ich mir einen Vernebler an, ein Gerät wie es normalerweise in der Humanmedizin eingesetzt wird. Diese Geräte (z. B. Pariboy*) gibt es für ca. 100.- € im Fachhandel, gebrauchte Geräte* sind deutlich billiger. Gegenüber heißem Wasserdampf ist die Tröpfchengröße hier deutlich kleiner und es werden so auch enge Verzweigungen in der Lunge erreicht.

Wenn meine Tierärztin mir nichts anderes verordnet, inhaliere ich mit 0,9%iger isotonischer Kochsalzlösung*. Diese Infusionslösung (NaCl) ist eine zum Blutplasma isoosmotische Lösung aus Kochsalz, welche die Atemwege sehr gut befeuchtet und den Organismus nicht belastet. Sie ist für wenig Geld in der Apotheke erhältlich und ihr können auch Medikamente zum Inhalieren beigemischt werden. Den Tieren schafft die so angefeuchtete Atemluft stets eine gewisse Erleichterung.

Vielleicht stellst du dir jetzt die Frage, wie man mit so einem Vernebler bei Kleintieren überhaupt inhalieren kann. Eine einfache, aber sehr effektive Methode ist es, mithilfe einer Transportbox* eine Art „Nebelkammer“ zu bauen. Das geht einfacher, als du denkst. Die Atemmaske welche, wenn ein Mensch inhaliert, über Mund und Nase gehalten wird, wird von außen an der Transportbox befestigt. So kann sie von den Kleinen nicht angeknabbert werden, aber der Dampf gelangt trotzdem in die Box. Ein Handtuch über deine „Nebelkammer“ gelegt, verhindert letztendlich, dass der Dampf nach außen entweicht.

Ratten Transportbox
Transportbox für Nager

Erfahrungsgemäß wird diese Art zu inhalieren von den Ratten recht gut toleriert. Manche Tiere sind bei den ersten Anwendungen durch das Geräusch des Verneblers noch etwas verängstigt. Das legt sich aber bald, wenn sie merken, dass es ihnen gut tut. Ich habe schon mehrfach erlebt, dass die Ratten möglichst nah an die Atemmaske gerückt sind, um den Nebel noch besser einatmen zu können. Am besten legst du am Anfang noch ein paar Lieblingsleckerli hinein, wenn dein kleiner Schatz die Prozedur noch nicht kennt.

Auch wenn unsere Farbratten ein sehr hoch entwickeltes Sozialverhalten besitzen und sich die Tiere in vielerlei Hinsicht auch gegenseitig unterstützen, hört beim Essen die Freundschaft leider auf. Ist eine Ratte aufgrund gesundheitlicher Defizite oder hohen Alters nicht mehr so schnell, dann sind meist die besten Bissen schon weg, oder es bleibt gar nichts mehr übrig bis sie endlich auch an der Futterschüssel ist.

Hier ist der Aufenthalt in der Inhalationsbox eine gute Gelegenheit für eine nahrhafte Extraportion. Außerdem ist das Inhalieren für die Ratte gleich viel angenehmer, wenn sie ein paar „Leckerli“ in der Transportbox findet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die kleinen Patienten beispielsweise nach der Gabe von Antibiotika so schneller erholten und ihr Körper über deutlich mehr Widerstandskräfte verfügte. Alte Tiere blieben länger fit und aktiv und bauten erheblich langsamer ab.


Antibiotika

Früher oder später wird dein Tierarzt bei einer Mykoplasmeninfektion ein Antibiotikum verordnen müssen. Allerdings ist selbst bei einer konsequenten antibiotischen Behandlung keine vollständige Beseitigung der Mykoplasmen möglich. 20) Auch in diesem Fall hat eine abgemagerte und geschwächte Ratte natürlich schlechtere Chancen, sich wieder zu erholen und danach möglichst lange symptomfrei zu bleiben als ein normalgewichtiges, kräftiges Tier.

Auch hier konnte ich immer wieder beobachten, wie eine, in Ruhe und ohne Stress oder Hektik gegessene, zusätzliche Ration wirklich Wunder wirkte. Diese zusätzliche Mahlzeit sollte aber auch wirklich nur dein Patient bekommen! Eine nicht zu üppige, dafür aber qualitativ sehr hochwertige Fütterung ist bei Farbratten das A & O, wenn es um ihre Gesunderhaltung geht. Ratten, welche in unseren Augen eine „gute Figur“ haben, sind, betrachtet man ihre wilden Artgenossen, bereits leicht übergewichtig und Studien belegen, dass Übergewicht die Lebensdauer deutlich verkürzt.

Bei einer Mykoplasmeninfektion greift dein Tierarzt normalerweise zu Antibiotika welche die mRNA-Translation hemmen. Präparate, die die Zellwandsynthese hemmen, wie z. B. Penicillin sind bei den zellwandlosen Mykoplasmen, wie bereits erwähnt, wirkungslos. Das Mittel der Wahl ist hier Enrofloxacin (Baytril). Es muss aufgrund seiner Halbwertszeit alle 12 Stunden verabreicht werden. Die Halbwertszeit ist die Zeit, nach welcher die Hälfte des Wirkstoffs wieder abgebaut ist.

Bei oraler Eingabe ist die Bioverfügbarkeit von Baytril nahezu 100. Das Medikament wird sehr schnell resorbiert und so rasch ein wirksamer Spiegel erreicht. Da Injektionen mit Enrofloxacin sehr oft mit Nekrosenbildung an der Einstichstelle einhergehen und man alle 12 Stunden spritzen müsste, ist es sinnvoller, Baytril oral zu geben. Es ist von Vorteil das Medikament nüchtern zu verabreichen, da so die Resorption beschleunigt wird. Etwas Babybrei o. ä., um den unangenehmen Geschmack zu überdecken, ist allerdings völlig in Ordnung.

Häufig füllen Tierärzte Baytril, welches oral verabreicht werden soll, in kleine Spritzen oder Fläschchen ab, damit man nicht gezwungen ist eine ganze Flasche zu kaufen. Hier muss dann sehr genau darauf geachtet werden, dass die Flüssigkeit klar bleibt und sich nicht eintrübt, bzw. auskristallisiert. Sinkt der Wirkstoffspiegel zu weit ab, kann es sehr schnell zu Resistenzen kommen. Aus diesem Grund muss das Medikament auch mindestens 7 – 10 Tage lang regelmäßig alle 12 Stunden gegeben werden. Wird es zu früh abgesetzt oder nur eine unzureichende Dosis verabreicht, können Keime, die nur teilweise empfindlich sind, sich schnell wieder vermehren und sind dann beim nächsten Mal schon wieder resistenter.

Du musst also grundsätzlich jedes Antibiotikum immer so lange weitergeben wie von deinem Tierarzt verordnet, auch wenn es den Anschein hat, die Ratte sei schon wieder gesund. Hatte ein Tier schon mehrere Mykoplasmenschübe und ist keine Besserung mehr zu erwarten, dann kann Baytril (oder ein anderes wirksames Antibiotikum), um eine gewisse Lebensqualität zu erhalten, auch über einen längeren Zeitraum verabreicht werden. Marbocyl (Marbofloxacin) und Baytril (Enrofloxacin) kommen beide aus der gleichen Substanzklasse und sind deshalb in ihrer Wirkungsweise sehr ähnlich. Es macht deshalb in den allermeisten Fällen wenig Sinn, das Eine durch das Andere zu ersetzen, wenn keine Besserung eintritt. 21)

Besser ist es dann beispielsweise auf Tetracykline wie Chlortetracyclin, Oxytetracyclin oder Doxycyclin auszuweichen. Du musst allerdings in diesem Fall darauf achten, dass das Antibiotikum nicht zusammen mit Milchprodukten (z. B. Fruchtjoghurt o. ä.) gegeben wird, da diese die Resorption beeinträchtigen. Besser ist es dann den Geschmack des Antibiotikums mit etwas (milchfreiem) Babybrei oder einer milchfreien Joghurtalternative zu vertuschen.

Auch dürfen Antibiotika dieser Wirkungsgruppe nicht zusammen mit Enrofloxacin verabreicht werden, da es in diesem Fall zu einer antagonistischen (= aufhebenden) Reaktionen kommen kann, was im Klartext bedeutet, dass die Wirksamkeit beider Antibiotika reduziert wird. Selbiges gilt auch bei einer Kombination mit dem Breitbandantibiotikum Chloramphenicol. Dieses wird aber heute nur noch selten verordnet und wenn, dann eher nach chirurgischen Eingriffen. Ganz besonders wenn eine Ratte in einer sehr schlechten Verfassung ist, verordnet der behandelnde Tierarzt nicht selten zusätzlich zur Unterstützung noch Acetylsalicylsäure (ASS), uns besser bekannt als Aspirin.

Reicht die Wirkung der Antibiotika nicht mehr aus, dann geht es unseren Patienten oft besser, wenn zusätzlich kortisonhaltige Medikamente gegeben werden, da diese die Entzündungsreaktionen unterdrücken. Da sie aber gleichzeitig auch die Immunabwehr unterdrücken und starke Nebenwirkungen haben, sollte man sie so bald wie möglich wieder absetzen.

Befindet sich deine Farbratte allerdings im Endstadium der Mykoplasmeninfektion können solche Faktoren zugunsten von etwas mehr Lebensqualität selbstverständlich vernachlässigt werden. Wichtig ist es vielleicht noch zu erwähnen, dass du Antibiotika niemals „vorbeugend“, also wenn deine Ratte überhaupt keine Symptome zeigt, verabreichen darfst. Dies führt, ganz besonders wegen des schnellen Stoffwechsels unserer Farbratten, einzig und alleine in kurzer Zeit zu sinnlos herbeigeführten Resistenzen, belastet den Organismus und hat keinerlei Nutzen! 22)

ProPre Bac
ProPre Bac

Wie bei uns Menschen greifen Antibiotika nicht nur die krankmachenden Bakterien an, sondern auch die vielen wertvolle Bakterien, welche sich im Organismus befinden und zu dessen Gesunderhaltung beitragen. Dies ist auch der Grund, warum der Arzt nach der Einnahme von Antibiotika meist eine Darmsanierung mithilfe „wertvoller“ Bakterien anordnet. Wenn ich meinen „Ratzingers“ Antibiotika geben muss, dann erhalten sie gleichzeitig ProPre Bac*. Leider ist es bei vielen Tierärzten nicht erhältlich. Da es sich aber, genau gesehen, nicht um ein Medikament, sondern um ein Nahrungsergänzungsmittel handelt, ist es rezeptfrei online zu bekommen.

ProPre Bac hat, verglichen mit ähnlich wirkenden Mitteln, den großen Vorteil, dass es unseren Nagern sehr gut schmeckt. Oftmals überdecke ich den Geschmack des Antibiotikums gleich mit 0,5 ml der leckeren Darmbakterien. So gelingt es mir eigentlich immer, meinen kleinen Freunden, ohne jede Gewaltanwendung (!!!), ihre „Medizin“ einzugeben. Auch in Stresssituationen hat sich die Gabe von ProPre Bac bewährt.


Impfung

Da es, trotz aller Bemühungen, nicht möglich ist, Mykoplasmen restlos durch die Gabe von Antibiotika zu beseitigen, wäre eine vorbeugende Impfung die beste Lösung. Bereits um die Jahrtausendwende hatte die Buchautorin und Rattenexpertin Erika Weiß-Geissler („Das andere Rattenbuch“) große Anstrengungen unternommen, jemanden zu finden, der bereit war, einen solchen Impfstoff gegen „Mykoplasmenbedingte“ respiratorische Erkrankungen bei Ratten zu entwickeln und zu produzieren. Eine Universität in Österreich schien nach langer Suche 2001 auch dazu bereit zu sein, sprang aber dann letztendlich doch ab und favorisierte stattdessen andere Projekte. Der Impfstoff hätte in großen Mengen produziert werden können und wäre somit auch kostengünstig gewesen.

Eine Impfstoffentwicklung wäre evtl. auch ohne Pharmasponsoren möglich gewesen. Hätte jeder Rattenhalter auch nur einen kleinen Betrag gespendet, dann wäre genügend Geld zur Verfügung gestanden, um selbst einen Forschungsauftrag zu erteilen. Aber leider gelang es Frau Weiß-Geissler nicht, genügend Rattenfreunde von ihrer Idee zu begeistern, wohl auch weil so mancher an der Wirksamkeit eines solchen Impfstoffs zweifelte.23)

Diese Zweifel bestanden und bestehen allerdings völlig zu Unrecht. In zahlreichen Studien an Ratten und Mäusen hat sich eine Impfung bereits als sehr effektiv erwiesen.24) Leider steht dieser Impfstoff uns Rattenbesitzern nicht zur Verfügung. Bisher war noch kein Pharmakonzern bereit, ihn in größerem Umfang zu produzieren.25) Man befürchtet letztendlich, wegen mangelnder Nachfrage, auf den Kosten sitzen zu bleiben. Wir Rattenbesitzer wissen, dass das nicht so ist und durchaus ein großer Bedarf besteht.

Die engagierte Tierärztin Frau Dr. med. vet. Petra Sindern (Kleintierpraxis Neu Wulmstorf, Niedersachsen) 26) hat einen Musterbrief an die Pharmafirmen erstellt. Sie betont hier mit Nachdruck wie wichtig der Impfstoff für unsere Farbratten wäre, dass eine große Nachfrage besteht und genügend Rattenhalter/innen auch bereit wären, viel Geld dafür zu bezahlen, d. h. die Produktion sich für die Firmen also durchaus rechnen würde.

Nur wenn möglichst viele Rattenfreunde und Rattenbesitzer die einzelnen Pharmafirmen immer und immer wieder anschreiben, ihnen immer und immer wieder vor Augen führen wie wichtig der Impfstoff für ihre geliebten Ratten ist, erst wenn wir sie in unseren Mails regelrecht ersticken, werden diese Firmen ein lukratives Geschäft wittern und endlich dazu bereit sein, einen Impfstoff gegen Mykoplasmose bei Farbratten zu entwickeln und zu produzieren. Worauf warten wir also noch?! Jede Mail zählt!!!

Zusammenfassung

Solange uns kein Impfstoff gegen Mycoplasma pulmonis zur Verfügung steht, ist es immens wichtig, alles daran zu setzen, einen Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Jedoch ist es auch nach dem Ausbruch einer Mykoplasmeninfektion noch möglich, den Farbratten ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Allerdings musst du dann wirklich bereits bei den ersten Krankheitssymptomen einen guten, rattenerfahrenen Tierarzt aufsuchen und deinen Nager bis zu dessen Lebensende konsequent behandeln.

Da es, trotz allem immer wieder zu dramatischen und letztendlich tödlichen Krankheitsverläufen kommen kann, wäre es zweifellos am besten, wenn wir unsere Tiere vorbeugend gegen Mykoplasmose bei Farbratten impfen könnten. Hier ist die Pharmaindustrie gefordert, auf welche in Zukunft von uns Rattenfreunden noch mehr Druck ausgeübt werden muss.

Bitte beachte, dass dieser Artikel nur zu deiner Information bestimmt ist. Ziel ist es, dir mehr Einblicke in diese sehr komplexe Thematik zu ermöglichen. Keinesfalls kann er aber einen Tierarztbesuch ersetzen. Dies ist auch der Grund dafür, dass ich bei den verschiedenen Medikamenten keine Dosierung angegeben habe. Die Behandlung deiner Nager sowie die Dosierung der verordneten Medikamente, gehört einzig und allein in die Hand eines Tierarztes.

Wie hast Du Mykoplasmose bei Farbratten behandelt? Schreib unten in die Kommentare!

Copyright Hinweis: Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Verfasserin. Karin Steiner | Mail

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mykoplasmose_der_Ratte
[2, 4] https://de.wikipedia.org/wiki/Mykoplasmen
[3] https://incelligence.de/zellkultur/zellkultur-kontaminationen/mykoplasmen
[5, 12] http://www.rattenbande.com/lexicon/index.php/Entry/76-Mykoplasmose/
[6] https://www.criver.com/sites/default/files/resources/MycoplasmapulmonisTechnicalSheet.pdf
[7, 10, 11, 16, 20] https://www.farbratten-zucht.de/mycoplasmen-und-mycoplasmose-bei-ratten/
[8, 9] https://herz-fuer-tiere.de/haustiere/kleintiere/ratten/mykoplasmose-bei-ratten
[13] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Enzyme-linked_Immunosorbent_Assay
[14] https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/subklinische-infektion/64538
[15] https://das-maeuseasyl.de/gesundheit/erkrankungen/mycoplasmose-bei-mausen/
[17, 23, 25] https://rattenzauber.de/myco-neu.html
[18] https://www.gesundheit.de/
[19] https://www.tierheilpraktiker.de/mein-tierheilpraktiker/alle-ausgaben/2-2015/417-heimtiere-faszination-ratte.html
[21, 22] https://rattenzauber.de/antibio-liste.html
[24] http://europepmc.org/article/pmc/pmc421959#abstract
[26] http://tierarztpraxis-neuwulmstorf.de/mykoplasma.html

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Über Karin Steiner

Mein Name ist Karin Steiner. Ich lebe mit meinem kleinen Farbrattenrudel, den "Ratzingers" in der Nähe von Augsburg und bin selbständig arbeitende Pädagogin. Bereits in meiner Schulzeit kümmerte ich mich um verletzte und kranke Tiere. So arbeitete ich seit meiner frühesten Jugend mit Tierärzten zusammen und half während meiner Studienzeit, auch in einer Tierarztpraxis aus. So konnte ich mir ein gewisses Fachwissen aneignen. Als überzeugte Veganerin setze ich mich für die Rechte aller Tiere ein. Meine besondere Liebe aber gehört den Ratten. Im Dialog, besonders mit Jugendlichen, sowie durch das Verfassen von Texten, versuche ich das Image dieser Lebewesen aufzupolieren, um zu zeigen was für intelligente und soziale Mitgeschöpfe sie sind.


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