Rattenallergie und andere Sorgen

Kann ich jetzt nie ein Tier halten?

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Husky Ratten im Kugelhaus

Hey ihr Ratten-Verrückte da draußen, wahrscheinlich, seit ihr aus demselben Grund hier gelandet, wie ich einst. Entweder, seit ihr gerade dabei das passende Haustier für euch zu finden, wobei ihr auf die Haltung von Ratten gestoßen seid oder ihr habt schon welche und könnt einfach nicht genug Informationen über sie aufsaugen. Ich gehöre mittlerweile zu der zweiten Kategorie und das habe ich auch dieser Internetseite zu verdanken.

Bist Du auch Allergiker?

Ich bin nämlich eine von den knapp 20 -30 Prozent der Menschen in Europa, die an Allergien leiden. Leider betrifft das auch Tiere und Staub sowie sämtliche Gräser. Der erfahrene Nagetierhalter müsste nun hellhörig werden und sich fragen: HÄ?! Wie kann die denn Ratten halten? Diese Frage ist durchaus berechtigt. Immerhin haben Ratten Haare und brauchen Streu und im besten Fall auch getrocknete Gräser zum Nestbau. Ergo, alles Dinge, die ich nicht vertrage. RICHTIG!

ABER: Wie oben bereits geschrieben gehöre ich zu der zweiten Kategorie. Also keine Panik liebe Allergiker da draußen, auch wir können Ratten halten und das ist weder teurer als „normale“ Rattenhaltung, noch ist es besonders kompliziert.

Das Risiko Rattenfell

Die erste Frage, die es zu klären gibt, wäre die nach dem Fell. Immerhin kann man das ja nicht einfach abrasieren. Allerdings ist diese Frage wieder erwartend die Leichteste. Das Fell der Ratten ist Allergiker verträglich. Das heißt, auch Allergiker mit starker Tierhaarallergie können Ratten halten. Dies kommt, da das Fell sehr kurz und borstig ist. Es fällt auch nicht aus. Da Ratten, entgegen aller Behauptungen, sehr reinliche Tiere sind, sammelt sich auch nicht so viel Staub im Fell, sodass man auch darauf nicht allergisch reagieren kann. Natürlich gilt das nicht für alle Menschen auf der Welt. Man sollte immer vorher die Tiere auf die Hand nehmen, den Kopf recht nah an das Tier halten und schauen was passiert, ich kann aber fast garantieren, dass eigentlich niemand ein Problem mit den Tieren haben sollte.

Die richtige Eintreu gegen Allergien

Die zweite Frage ist was man mit dem Streu macht, dass die Tiere im Käfig benötigen. Auch das ist leicht. Ich benutze Hanfstreu*. Dieses ist sehr saugfähig und bindend. Deshalb sammelt sich kein Staub im Streu. Ich kann das Streu auch mal 2 Wochen im Käfig lassen und habe überhaupt kein Problem mit Atemnot oder juckenden Ohren. Auch beim Reinigen gibt es keine Probleme. Es staubt wirklich gar nicht. Was auch noch ein weiterer Vorteil von Hanfstreu ist, dass der Käfig nicht so übertrieben riecht. Dies ist gerade wichtig wenn der Käfig, wie bei mir direkt im Wohnraum steht.

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Welche Gräser soll ich verwenden?

Nun noch die letzte Frage. Was für Gräser verwenden, wenn man doch gegen alle allergisch ist. Das ist die einzig schwere Frage und erfordert ein wenig Arbeit. Das Erste, was ihr machen müsst, ist zum Allergologen gehen und testen lassen, welche Gräser am wenigsten schlimm sind. Wenn ihr das herausgefunden habt, geht ihr in den nächsten Tierbedarfsladen und kauft diese in getrockneter Weise. Bei mir ist das zum Beispiel Löwenzahn. Als nächste braucht ihr ein Kugelhaus*, zum Beispiel eine hängende Kokosnuss. Falls ihr wie ich auch kontaktallergisch seit, also Ausschlag vom Anfassen bekommt, kauft noch eine Packung Gummihandschuhe dazu.

Zu Hause öffnet ihr dann den Sack mit dem getrockneten Löwenzahn und tut ungefähr eine Handvoll davon in das Kugelhaus und stellt oder hängt das dann in den Käfig. Warum das Ganze? Ganz einfach: Wenn die Gräser in dem Haus sind, sind sie nicht in der Luft, das heißt, sie belasten euch nicht weiter. Staub und alles sammelt sich ebenfalls im Haus und kann nicht in die Luft geraten. Und auch wenn die Ratten einen Teil des Grases aus dem Haus entfernten, ist die Menge dann so gering, dass es euch nicht belasten wird. Wenn ihr kontaktallergisch seid, dann nicht die Handschuhe vergessen.

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So viel zum Thema Ratten und Allergien. Ich hoffe ich konnte helfen. Abschließend möchte ich noch sagen, dass mein Käfig direkt in meinem WG-Zimmer steht, also da wo ich wohne und schlafe. Und ich habe wirklich, absolut, gar keine Probleme damit. Also nur Mut zur Rattenhaltung, auch als Allergiker.

Ganz viele tierisch liebe Grüße von Elisa mit Newton und Einstein

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2 Kommentare

  1. Hallo, meine Tochter hat jetzt seit Mai 2 Farbratten. Da ich, mehr oder weniger,den Käfig reinige bekam ich im Laufe der Zeit immer mehr allergische Symptome bis hin zur Atemnot. Ein Bluttest ergab, das ich hochallergisch auf Hautschuppen, Urin und Kot reagiere.Wir besitzen eine Langhaarkatze,die ganz fürchterlich haart,was mir nichts ausmacht.Gott sei dank bekommen wir es mit Mundschutz, Handschuhen und so wenig Kontakt wie möglich, hin und müssen die beiden Süßen nicht abgeben.

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