Vergesellschaftung von Ratten – Tipps und Tricks

erfordert sehr viel Sachkenntnis und Geduld

Ratten Vergesellschaften - Ratten Biologie

Die Vergesellschaftung von Ratten ist eine der spannendsten aber auch stressigsten Situationen, die ein Rattenfreund erleben kann. Es erfordert sehr viel Sachkenntnis und Geduld, dies tiergerecht durchzuführen und sollte von Anfängern nicht oder nur mit erfahrener Hilfe durchgeführt werden. Eine Quarantänezeit in einem anderen Raum von ca. 14 Tagen ist auf alle Fälle sinnvoll, um keine Krankheiten in den eigenen Bestand einzuschleppen.

Ratten brauchen Gesellschaft

Farbratten sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Gruppen, in denen die Rangordnung festgelegt ist. Deshalb sollte niemals eine neue Ratte einfach in eine bestehende Gruppe gesetzt werden. Dies führt in der Regel zu heftigsten Kämpfen, die schnell mit schweren Verletzungen oder auch dem Tod eines Tieres enden können.

Erwachsene Tiere brauchen Zeit

Mit 10 – 12 Wochen kann die Vergesellschaftung in eine bestehende Gruppe beginnen. Es kann einige Wochen, manchmal aber auch bis zu 4 Monaten dauern. Fast immer hat man mit viel Geduld und Zeit auch Erfolg. Zuerst sollten die Käfige immer dichter zusammengestellt werden. Es ist darauf zu achten, dass sich die Ratten nicht durch die Gitterstäbe verletzen können. Dann sollten sich die Ratten an den Geruch der zukünftigen Mitbewohner gewöhnen. Dazu kann man gebrauchte Einstreu der Ratten austauschen und sie auch damit abreiben.

Ratten Vergesellschaften – Das 1. Date

Das 1. Zusammentreffen muss in jedem Fall auf neutralem Boden stattfinden, den keine Ratte als ihr Revier beansprucht. Auch sollte es anfangs keine Verstecke geben, in denen die neue Ratte in die Enge getrieben werden kann. Die Zeit wird kurz gehalten, um die Tiere nicht unnötig zu stressen. Geht das gut, kann man die Treffen täglich länger gestalten. Auch können jetzt neutrale Häuschen, Röhren oder Tunnel angeboten werden. In dieser Phase sollten die Ratten noch nicht ohne Aufsicht sein. Geht auch dieses gut, beginnen die Ratten zu kuscheln und Fellpflege zu betreiben, ist die Zeit gekommen, sie in einen Käfig zu setzen.

Die gemeinsame Wohnung

Gut wäre ein neuer Käfig*, den keiner als sein Revier betrachtet. Ansonsten sollte er gründlich gereinigt und mit Essigwasser ausgewaschen werden. Zuerst wird die neue Ratte kurz hineingesetzt, um den Käfig und seine Einrichtungen kennenzulernen. Dann nimmt man sie wieder heraus und setzt nach gemeinsamen Spielen auf neutralem Grund zuerst die alte Gruppe hinein und anschließend das neue Mitglied dazu. Es kann anfangs durchaus zu leichten Kämpfen kommen. Ein Dazwischen gehen ist nur sinnvoll, wenn es zu blutenden Verletzungen kommt. Dann muss man allerdings einige Schritte in der Zusammenführung zurückgehen. Zeit und Geduld sind die wichtigsten Faktoren bei der Vergesellschaftung von Ratten.

Diskussion: zum Thema Vergesellschaftung von Ratten

Der Artikel ist die Theorie für Probleme beim Vergesellschaften von Ratten. Ich selber habe bisher drei Vergesellschaftungen mit Weibchen durchgeführt. Immer zwei zu einer oder umgedreht. Alle drei sind innerhalb eines Tages reibungslos über die Bühne gegangen. Bei Böcken oder gemischten Rudeln kann das natürlich wieder ganz anders aussehen.

Wie sind eure Erfahrungen mit der Vergesellschaftung von Ratten? Habt ihr besondere Tipps, wie das am besten und schnellsten funktioniert?

CHECKLISTE: „WAS RATTEN BRAUCHEN“

  • Der richtige Käfigstandort
  • Die Eigenschaften deines Farbrattenkäfigs
  • Diese Einrichtungsgegenstände solltest Du haben
  • Das gehört auf deine Futterliste

Letzte Aktualisierung am 16.10.2017 um 13:30 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Johannes 73 Artikel
Servus und Hallo! Johannes schreibt zusammen mit anderen Experten über die Haltung von Farbratten als Haustiere. Wenn du Fragen hast oder dein Wissen mit uns teilen möchtest, schreib einen Kommentar oder klicke auf Kontakt.

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