Deine Ratte hat einen Tumor? Was musst du tun!

Tumore frühzeitig erkennen und richtig behandeln

Huskyratten

Viele unserer Haustiere leiden an prädispositionierten Krankheiten. Das sind Krankheiten, die in einer Art oder bei einer Rasse besonders häufig auftreten. Bei Rassekatzen ist dies oft eine Herzmuskelerkrankung, beim Deutschen Schäferhund steht die Hüftgelenksdysplasie ganz oben. Bei Ratten sind Tumore die häufigste Erkrankung, neben Atemwegsinfektionen und Lungenentzündungen. Wie du erkennst, ob deine Ratte einen Tumor hat, und was du dann am Besten machst, erfährst du hier.

Tumor, ja oder nein?

Der Begriff Tumor kommt aus dem Lateinischen, und bedeutet so viel wie, Schwellung oder Geschwulst. Das heißt, jede Art von Neubildung an einem Körper ist ein Tumor, egal ob gut- oder bösartig. Und auch wenn es landläufig eine weitverbreitete Meinung ist, sind Tumoren bei Ratten weit weniger oft bösartig als vermutet. Deshalb ist es auch so wichtig, sobald meine eine Umfangsvermehrung an seinem Tier merkt, diese schnell dem Tierarzt zu zeigen, damit dieser beurteilen kann, ob es sinnvoll ist, zu operieren. Denn auch wenn der Tumor gutartig ist, kann er die Ratte ab einer gewissen Größe in ihren Lebensabläufen einschränken. Auch die Operation und die darauf folgende Genesungsphase läuft im Anfangsstadium viel besser und komplikationsloser ab.

Differenzialdiagnostisch muss auch abgeklärt werden, ob die Neubildung wirklich ein Tumor ist, oder ob es sich eventuell auch um einen Abszess handeln könnte. Abszesse entstehen meist innerhalb weniger Tage, sie fassen sich oft weich an, der Eiter im Inneren des Abszesses fluktuiert unter der Haut. Oftmals hat die Farbratte auch Fieber, da der Abszess durch Eiterkeime am Leben gehalten wird. Tumore wachsen über einen längeren Zeitraum, meist über Monate. Sie fassen sich hart und fest an. Ein Tumor kann im Prinzip überall entstehen. An den Beinen, im Kieferbereich oder an der Gesäugeleiste. Aber auch im Inneren der Ratte, wie der Blase oder der Lunge. Natürlich ist diese Art von Tumoren schwerer zu diagnostizieren, da weder sofort sicht-, noch fühlbar. Als Mittel der Wahl zur Untersuchung stehen hier Röntgen und Ultraschall zur Verfügung. Merkt man eine Neubildung im Inneren der Ratte erst durch eine Gewichtszunahme oder optische Verdickung des Tieres, bedeutet dies, die Prognose, ist eher ungünstig, denn oft ist die Heilung durch eine Operation nicht mehr möglich.

Lesenswert: Erfolgreiche Operation

Diagnose Tumor! Operieren oder nicht?

Eine Operation ist immer die erste Option, wenn ein Tumor festgestellt wird. Befindet sich die Ratte in einem guten Allgemeinbefinden, wäre jeder andere Rat, wie Abwarten oder pflanzliche Medikamente zu verwenden, ein grob fahrlässiger Fehler. Auch eine zweite oder gar dritte Operation an der gleichen oder einer anderen Stelle ist denkbar, wenn es das Leben der Ratte verlängert und lebenswerter macht.

CHECKLISTE: „WAS RATTEN BRAUCHEN“

  • Der richtige Käfigstandort
  • Die Eigenschaften deines Farbrattenkäfigs
  • Diese Einrichtungsgegenstände solltest Du haben
  • Das gehört auf deine Futterliste

Letzte Aktualisierung am 14.08.2017 um 07:09 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Johannes 73 Artikel
Servus und Hallo! Johannes schreibt zusammen mit anderen Experten über die Haltung von Farbratten als Haustiere. Wenn du Fragen hast oder dein Wissen mit uns teilen möchtest, schreib einen Kommentar oder klicke auf Kontakt.

11 Kommentare

  1. hallo johannes,mein allerliebster rattenjunge wird morgen operiert(90%).drück uns die daumen,später erzähle ich von unseren erfahrungen. lg steffi

  2. Ich hatte im Laufe der Zeit drei Ratten mit Tumor, sie konnten alle erfolgreich operiert werden. Jedoch kamen die Tumoren nach circa 6 Monaten wieder.

  3. Hallo!
    Unsere Farbratte (würde im April 2 Jahre alt werden) hat einen Tumor am Bauch. Wir haben ihn leider erst bemerkt, als er unter ihrem Schwanz sichtbar wurde. Nun ist er eben im Verhältnis zur Ratte recht groß und die Tierärzte sagen, er sei nicht operabel, da in der Nähe die Blase und der Darm liegen. Was würdet Ihr uns aus der Erfahrung heraus raten?

      • sie frisst und ist fidel wie immer. schläft vielleicht gefühlt ein bisschen mehr aber nicht erheblich. Wir haben jedenfalls nicht den Eindruck, dass sie Schmerzen hat. Wir fragen uns nur, soll man wirklich so lange warten, bis sie eingeschränkt ist? Merken wir es rechtzeitig, damit sie doch nicht leiden muss?

  4. Guten Morgen zusammen!
    Also ich bin bis heute mit diesem pikantem Thema „Tumore“ kobfrontiert! Ich habe monentan mal wieder solch ein Sorgenkind Zuhause, meine arme Phoeby hat jeweils an der rechten und linken Flanke einen Tumor und sie wachsen Stück für Stück immer mehr! Aber seit meinem Erlebnis mir meiner Sundari, die ich danals ganze 4x habe operieren lassen, habe ich mich bewusst gegen solche OP’s entschieden, weil der Tumor nach jeder OP wieder nachgewachsen ist! Ich mache mir bis heute Vorwürfe deswegen! Ich genieße einfach die gemeinsamme Zeit mit meinen Ratten und wenn es gar nicht mehr geht muss ich meine Lieblinge mittels Euternasie schweren Herzens gehen lassen! Ihr könnt das Leben meiber Razzenbande auf Instagram (@razzengang88) mitverfolgen wenn ihr Lust habt! Dort tauschen wir uns täglich über razzige Themen aus! Würde mich sehr über euren Besuch auf meiem Account freuen!
    Eure Daniela 😉

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