Alles, was Du über das Kastrieren von Ratten wissen musst

Soll ich meine Ratten Kastrieren oder sterilisieren lassen? Was ist besser?

Rattenwurf Rattenbabys

Wer hat der kann! Das Motto aller Ratten, das mit viel Freude und eifriger Konsequenz verfolgt wird. Die Fruchtbarkeit und Paarungsbereitschaft der Ratte ist legendär und sorgt bei der ein oder anderen Spezies für Neid. Sind beiden Eigenschaften das Beste für dich und dein Rudel?

Jederzeit und allerorts

Tatsache ist, dass sowohl Männlein als auch Weiblein keine Möglichkeit auslassen, den Koitus auszuüben. Es liegt in der Natur der Ratte und hat den simplen Hintergrund, das Überleben zu sichern. Ratten sind ungefähr ab der 5. bis 6. Woche geschlechtsreif. Die Tragzeit der holden Damen kann im Durchschnitt bis zu 24 Tage dauern, mit bis zu 15 Babys. Im Anschluss sind sie sofort wieder paarungsbereit. Wie viel Nachwuchs das theoretisch in einem Rattenleben ergeben kann, kann sich jeder ausrechnen.

Kastrieren oder sterilisieren?

Wer Männchen und Weibchen zusammenhält, ohne Nachwuchs zu wollen, sollte sich für eines von beidem entscheiden. Getrennte Geschlechterhaltung ist in keinem Fall eine Option. Der Geruch des anderen Geschlechts liegt immer in der Luft und wird für Unruhe sowie Stress sorgen. Der Unterschied zwischen Kastrieren und Sterilisieren liegt bei den Hormonen.
Bei der Kastration werden die Hoden bzw. Eierstöcke entfernt. Das bedeutet, die Hormonzellen werden entfernt und das geschlechtsspezifische Verhalten lässt nach. Das ist sinnvoll, wenn Aggressionen in der Gruppe herrschen.

Bei der Sterilisation wird „lediglich“ der Samenstrang bzw. der Eileiter abgebunden. Die natürliche Hormonwirkung bleibt hierbei erhalten, nur die Fortpflanzung ist nicht mehr möglich. Das bedeutet, Rattendamen werden weiterhin brünstig und Rattenböckchen neigen mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zu Revierverhalten oder Aggressionen gegen andere Rudelmitglieder. Bei mehreren Männchen im Rudel ist aus diesem Grund die bessere Entscheidung, eine Kastration durchführen zu lassen. Eine Operation sollte frühestens ab der 12. Woche gemacht werden.

Die Narkose

Dein Tierarzt sollte dir die Wahl lassen: Inhalationsnarkose oder Injektionsnarkose. Die Inhalationsnarkose wird von den meisten Rattenbesitzern empfohlen. Sie birgt weniger Risiken und Nebenwirkungen. Die Aufwach- und Orientierungsphase ist geringer. Zusätzlich hat der Tierarzt während der Operation mehr Kontrolle, indem er z.B. bei Schwierigkeiten die Ratte leichter aus der Narkose aufwachen lassen kann. Details kannst du jederzeit mit deinem Tierarzt besprechen.

Nach der Operation

Wenn deine Ratte wieder nach Hause kommt, schwöre ich persönlich auf einen Genesungskäfig. Auch wenn die Vorfreude auf die Kameraden groß ist, sollte der Patient sich erstmal erholen. Beobachte deine Ratte und kontrolliere die Wunde. Ein leichtes Wundsekret ist normal (heller als Blut). Fühlt sich die Wunde allerdings heiß und hart an, solltest du deinen Tierarzt kontaktieren. Dasselbe gilt auch bei Eiterbildung. Das deine Ratte sich putzt, wirst du kaum verhindern können. Aber pass auf, dass sie nicht an der Wunde knabbert.

Mein Tipp: Wenn die Wunde nicht mehr feucht ist, hilft Zinksalbe* gut bei der Heilung. Einfach ein kleines bisschen um die Wunde herum einmassieren.

Würdest Du deine Ratten kastrieren lassen? Welche Methode kannst Du empfehlen? Was machst Du nach der Operation?

CHECKLISTE: „WAS RATTEN BRAUCHEN“

  • Der richtige Käfigstandort
  • Die Eigenschaften deines Farbrattenkäfigs
  • Diese Einrichtungsgegenstände solltest Du haben
  • Das gehört auf deine Futterliste

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Letzte Aktualisierung am 16.10.2017 um 13:30 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Johannes 73 Artikel
Servus und Hallo! Johannes schreibt zusammen mit anderen Experten über die Haltung von Farbratten als Haustiere. Wenn du Fragen hast oder dein Wissen mit uns teilen möchtest, schreib einen Kommentar oder klicke auf Kontakt.

5 Kommentare

  1. Hey ich bin Laura, ich bekomme in ein paar Tagen 2 Weibchen und 1 Männchen und möchte unbedingt 1 mal Nachwuchs haben. Ich habe gelesen das Männchen erst ab dem 6 Monaten wircklich geeignet sind und ich frage mich was ich mit dem einem Männchen machen soll bis es so alt ist… evt. hätte ich einen kleinen Käfig (77 cm lang und 44 cm breit)doch meiner Meinung nach ist der zu klein… und er währe dann auch alleine.. 🙁

  2. Hallo,
    ich habe hier nach der Kastration gesucht um mich schlau zu machen. Jetzt bin ich hier auf diese Hanfmatte gestoßen und wollte fragen ob man diese auch als Urin Schutz auf Holzbretter geben kann? Weil meine 2 des einfach viel zu gerne machen und das echt sinkt

  3. Danke für deine Antwort 🙂
    Habe über die Kastration nachgedacht, weil sich die 2 nur prügeln und es auch schon kleinere Verletzungen gegeben hat. Habe erst gedacht das es davon kommt das sie keine Geschwister sind aber es gibt ja auch genug Leute die noch später Ratten in ihr Rudel aufnehmen… Heute geht es eh zum Arzt da werde ich des aber alles noch mit dem besprechen

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