Eine Albino Ratte hat zu Unrecht einen schlechten Ruf!

Sie sind quirlig und führen kein farbloses Leben

Albino Ratte mit Siam Zeichnung
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Hey, du hast ja Laborratten!“ Diesen Kommentar hat wohl jeder Besitzer von Albino Ratten schon einmal gehört. Leider ist diese Art der Ratten bis heute die beliebteste für Tierversuche und genießt deshalb einen zweifelhaften Ruf. Dabei stehen die pigmentlosen Fellnasen ihren farbigen Artgenossen in Nichts nach und bereiten ihren Haltern die gleiche Freude wie alle anderen Farbschläge.

„Weiß ist keine Farbe“ – die Wahrheit über Albinismus

Albino Ratten zeichnen sich durch ihr weißes Fell und ihre roten Augen aus. Diese Art ist nicht als eigener Farbschlag anzusehen. Das Weiß ist in diesem Fall keine Farbe, sondern das völlige Fehlen von Pigmenten, welche die Kleinen, durch einen Gendefekt nicht produzieren können. Das Rot der Augen entsteht lediglich durch Blutgefäße, welche man durch die farblose Iris sehen kann.

„Gendefekt? Die sind doch eh immer krank!“ – gesundheitliche Besonderheiten

Leider hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, dass Albino Ratten anfälliger sind als „normale“ Farbratten. Das ist nicht der Fall! Albinos leiden natürlich auch unter typischen Rattenerkrankungen, wie z.B. Tumoren, Atemwegserkrankungen oder Abszessen. Diese treten bei den pigmentlosen Fellnasen aber weder häufiger noch früher als bei farbigen Artgenossen auf. Die einzige artspezifische, gesundheitliche Besonderheit ist das etwas eingeschränkte Sehvermögen. Dies entsteht durch die fehlende Pigmentierung der Iris und sorgt auch dafür, dass Albinos etwas lichtempfindlicher sind. Bei einigen der Kleinen kommt es zu einer wippenden Kopfbewegung, wenn sie sich etwas anschauen, da sie so ihre Umwelt besser wahrnehmen und bestimmte Sachen deutlicher fixieren können. Dieses Phänomen schränkt die Lebensqualität der betroffenen Ratten nicht ein. Eine Albino Ratte wird ihrem Besitzer also nicht mehr Sorgen oder weniger Freude bereiten, als ihre „bunten“ Kollegen.

Video: Baby Albinoratten

„Ist der Ruf erst ruiniert …“ – die zweifelhafte Meinung über Albinos

Viele Leute empfinden Albino Ratten als hässlich oder sogar unheimlich.Vor allem die roten Augen stoßen die Menschen ab und sorgen dafür, dass gerade die weißen Ratten das Sinnbild für alle negativen Vorurteile gegen die drolligen Nager sind. Das führt auch dazu, dass die farblosen Kleinen schwerer zu vermitteln und die beliebtesten Futtertiere sind. Bei der Vielfalt an Farbschlägen und Zeichnungen der heutigen Rattenwelt liegt die Vermutung nahe, dass Albinos den Menschen einfach zu langweilig sind. Es muss leider, auch in der Rattenhaltung, immer das ganz besonders Spezielle sein. Seltene Farbschläge werden so zu regelrechten Statussymbolen. Dabei sollte man bedenken, dass ein Tier mit einem Gendefekt, der es farblos macht, doch auch etwas ganz Besonderes ist. Wer den rotäugigen Schönheiten eine Chance gibt, wird merken, dass ihr Ruf grundlos schlecht ist und sie sich genauso schnell ins Herz schmusen, wie pigmentierte Fellnasen.

Albino Ratte – Fazit:

Die unscheinbaren Albino Ratten werden jedem Halter schnell zeigen, dass sie kein farbloses Leben führen. Sie sind quirlige, vollwertige Gruppenmitglieder, die problemlos mit Artgenossen, in allen Farben und Formen mithalten können.

CHECKLISTE: „WAS RATTEN BRAUCHEN“

  • Der richtige Käfigstandort
  • Die Eigenschaften deines Farbrattenkäfigs
  • Diese Einrichtungsgegenstände solltest Du haben
  • Das gehört auf deine Futterliste

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Sale Karlie Doggy Brain Train 2in1 Strategiespiel für Hunde, 25 cm
Tima Rattima 5 kg für Ratten
Nager-Teppich aus 100 % Hanf, Meterware, 0,60 m x 10,00 m x 0,5 cm dick (EUR 5,65/m²), Nagermatte geeignet als Käfig Bodenbedeckung z.B. für Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Degus, Ratten und andere Nagetiere.

Letzte Aktualisierung am 3.12.2017 um 12:30 Uhr / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Über Johannes 73 Artikel

Servus und Hallo! Johannes schreibt zusammen mit anderen Experten über die Haltung von Farbratten als Haustiere. Wenn du Fragen hast oder dein Wissen mit uns teilen möchtest, schreib einen Kommentar oder klicke auf Kontakt.

12 Kommentare

  1. Das ist sehr unrecht Weiß ist auch Farben und Albino Ratten sind nicht hässlich unheimlich die sind eig. auch sehr nette und herzige Ratten wer das machen oder so was denken sind die Leute sehr DUMM!

  2. Also ich finde mein Albinorattchen genauso putzig wie meine schwarzweiße,beim Kauf vor knapp zwei Jahren war ich erst skeptisch ob ich ihn mitnehmen sollte,aber er hat mich eines besseren belehrt und bin total froh ihm so ein schönes Leben ermöglicht zu haben,denn ich schloss ihn sehr schnell in mein Herz….Er war und ist genauso wie sein andere Gefährte immer sehr verschmust und anhänglich….Außer das er leider aber langsam aber sicher abbaut das macht mich sehr traurig und nachdenklich und treibt mir Tränen in den Augen,die letzten Wochen gingen zwecks der Hitze viel bergab und nur wenig bergauf,mein Süßes Schätzchen … :–(((((((((

  3. „Werde ich dich jemals lieben können?“, mein Blick heftete kritisch an der kleinen Dumboalbinodame, die mit ihren zwei bunten Schwestern bei mir einzog. Ich war anfangs auch kein großer Fan von Albinomerkmale, sie erinnerten mich an all das was auch bereits im Beitrag Erwähnung fand. Jedoch änderte sich das innerhalb weniger Wochen. Die Albinodame war purer Zucker: verschmust, sanft, oft lag sie während ich las am Abend irgendwo schlafend an meinem Hals.
    Damit wandelte sich auch meine Assoziation: Sonderling, Labor und unschön wichen, heute verbinde ich Albinos mit Erdbeeren und Sahne. 🙂

  4. „Die sind doch voll hässlich!“, das würde meine Mutter sowie meine anderen Familienmitglieder nicht mehr behaupten. Zuerst ein großer Schock, als ich mit den zwei Albinoschwestern nach Hause kam. Schlechte Erinnerungen aus der Kinderzeit (in Russland. dort wimmelt es nur so von Ratten.) Doch ich fand die „abneigenden“ Augen wunderschön, sowie das schneeweiße Fell. Albinoratten sehen gruselig aus, viele Vorurteile wie höhere Krankheits- oder Sterbequote nerven Rattenhalter wie mich. Aber ich würde keinen zwingen diese Nager zu mögen. Es ist Geschmackssache.
    Jedoch nebenbei bemerkt: Nala (eine der Ratten) lebte 3 Jahre lang, war unheimlich zahm und schlau, hate keine Tumore sowie andere Kranheiten und war der Liebling meiner ganzen Familie. Sie starb an Altersschwäche.
    Den Kosenamen „Labor-Viech“ hat sich meine Mutter angeeignet. Und jetzt mal ehrlich! Irgendwie ist diese wippende Kopfbewegung lustig. Oder?

  5. Ich habe eine suuuper niedliche Albino(Not)-ratte bekommen. Wir freunden uns noch an bevor er Schritt für Schritt ins Rudel kommt. Er ist unglaublich lieb, bin total überrascht gewesen. Er ist super.
    Und total kuschelbedürftig.
    Eine wahre Bereicherung für die Uns 😉

  6. Trotz meiner vorangegangenen Abneigung Albinos gegenüber habe ich vor einem halben Jahr vier Ratten aus einem Labor der Uniklinik übernommen und Ihnen ein Leben geschenkt.
    Anfangs musste ich mich wirklich etwas an sie gewöhnen (da sie nicht nur Albinos sondern auch um einiges größer als die üblichen Farbratten sind) aber nun liebe ich meine vier Emmas und würde sie nie wieder hergeben.

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